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Projektwoche 5b

Umweltthema „Siegel-Sucher“

Lebensmittel, die wir im Supermarkt erwerben, sind häufig mit vielen Siegeln oder Logos versehen. Für uns Kunden ist das verwirrend. Was bedeuten die verschiedenen Siegel? Was unterscheidet Lebensmittel mit von denen ohne Biosiegel? Sind Biolebensmittel nicht einfach nur teurer?

Zuerst führten wir Strichlisten und suchten auf vielen Lebensmittelpackungen nach den abgebildeten Siegeln. Mit Hilfe der Nabu-App „Siegel-Check“ auf den Tablets informierten wir uns über die häufigsten Siegel. Wir lasen einen informativen Text über das EU-Biosiegel, so dass wir schließlich am Ende des Tages die wichtigsten Punkte zusammengetragen hatten: keine chemischen Pflanzenschutzmittel und Dünger, Fruchtfolge, keine Gentechnik, bessere Tierhaltung, weniger Zusatzstoffe in Lebensmitteln.

Am Dienstag stellten wir selbst ein vollwertiges Müsli zusammen. Wer es selbst macht, weiß, welche Zusatzstoffe enthalten sind. Da aber immer noch viele Fragen offen waren, bereiteten wir uns auf ein Interview mit der Besitzerin des Sonnenladens vor. Außerdem spielten wir Siegel-Memory, stellten Siegel-Puzzle her und arbeiteten an unseren Plakaten.

Am Mittwoch spazierten wir zum Sonnenladen, wo wir schon erwartet wurden und bei einem kühlen Getränk unsere Fragen stellen konnten. Sie wurden alle kompetent von Elisabeth beantwortet. Ihr Lieblingssiegel ist das Demeter-Siegel, weil es die strengsten Bestimmungen hat und die Kühe ihre Hörner behalten dürfen. Christian berichtete, wie die Kontrollen für das EU-Siegel und das Naturland-Siegel auf seinem Bauernhof ablaufen. Das dauert einen ganzen Tag und er bezahlt dafür jeweils etwa 1500 €. Aber dafür darf er dann auf den von ihm erzeugten Lebensmitteln diese Siegel anbringen.
Anschließend suchten sich die Schülerinnen und Schüler noch eine Kleinigkeit im Wert von etwa 2 € im Laden aus. Nicht alles ist dort teuer! Nach einer Pause im Schnellepark stellten wir in der Schule unsere Plakate zu den wichtigsten Siegeln fertig.

Am Donnerstag kam Ute vom Mooseum zu uns. Wir lernten etwas über „Fairtrade“, also den fairen Umgang und Bezahlung von Bauern z. B. in Afrika, bei der Produktion von Kakaobohnen. Anschließend stellten wir selbst unsere eigene Schokolade her.

Am Freitag beschäftigte uns noch einmal ein Problem, das uns schon in den vorangegangenen Tagen aufgefallen war: Die Tierhaltung. Sie ist auf Bio-Höfen zwar etwas besser als auf konventionell wirtschaftenden Höfen, aber längst nicht so gut, wie wir es den Tieren wünschen würden. Leider!

Insgesamt hat sich unsere Meinung zu den Bio-Siegeln ein wenig geändert. Wir wissen, warum sie teurer sind. Wir wissen, welche Vorteile sie bieten, aber auch, dass nichts perfekt ist. Jeder muss für sich entscheiden, was ihm Bio-Lebensmittel wert sind. Wir wissen, auf welche Siegel wir achten sollen. Die vielen Extra-Siegel der Supermärkte sind dagegen oft vor allem eins: Werbung.